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Karl-Heyder-Sportplatz

img 09177Der neue Fußballplatz gehört wohl zu den Prunkstücken des gesamten Harzgebietes. 

Wer kennt ihn nicht, den ungeliebten Fußballplatz in Benneckenstein. Weit über die Harzgrenzen kannte man die Sportanlage des heimischen SC Benneckenstein bzw. der BSG Aufbau Benneckenstein. Auf Schotter, Schiefer und groben Steinen wurde hier Fußball gespielt. Bei den anreisenden Gastmannschaften war er ein unberechenbares Übel und dadurch für die Benneckensteiner eine Art "Heimvorteil". Oft waren blutige Wunden oder andere Verletzungen an der Tagesordnung (sowohl im Vereinssport als auch bei Freizeitkickern). Des öfteren mussten Spiele abgesagt werden, da Regenwasser nicht ablaufen konnte. Zudem Stand die Stadt bzw. dem Verein die Sperrung (durch KFV und LSB) des Fußballplatzes bevor, sollten sich hier nicht erhebliche Verbesserungen auf dem Platz ergeben oder durchgeführt werden. So entschloss man sich 2004 zu einer Planung eines Ausweichplatzes, sowie der Planung eines neuen Fußballplatzes auf dem Standort des alten, bekannten und unbeliebten "Rasen-"Platzes. 

Seit 2007, nach 1 1/2-Jähriger Bauzeit wurde der neue  Rasenfußballplatz, mit kompletter Flutlichtanlage, an den Verein bzw. an die Stadt übergeben und bietet seit dem allen Mannschaften immer wieder Freude am Spiel.  Sicherlich liegt das auch an dem tollem Umfeld, der Gastfreundlichkeit und der
-meist-super Stimmung.

Die komplette Sportanlage wurde im Sommer 2007 mit Spielen gegen den 1.FC Magdeburg (Regionalliga), FC Hansa Rostock II (NOFV-Oberliga), Germania Halberstadt (Regionalliga) und Eintracht Braunschweig (A-Jugend-Bundesliga) eingeweiht. Erster heimische Torschütze auf dem Rasenplatz war Tim Deutschmann zum Eröffnungsspiel gegen den 1.FC Magdeburg.

 

Umgepflügter PlatzDes Weiteren verfügt der Verein über einen Trainingshartplatz, der in Vorbereitung des Hauptplatzumbaus im Jahr 2005 fertiggestellt wurde. Der Umbau erfolgte auf eigene Kosten des Vereins. Die hierfür benötigten Geldmittel wurde durch Sponsoren, Darlehen und durch Spenden Privater Geldgeber bereitgestellt. Alle Privaten Sponsoren hierfür sind sowohl im als auch am Fußballhaus auf einer Infotafel ersichtlich.

Der Platz verfügt bei einem Mindestmaß der Spielfläche, über eine Halbfeld-Flutlichtanlage. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden, neben dem üblichen Eröffnungsspektakel, mit einem Sehenswertem Spiel der Männermannschaft gegen den SV Südharz (damaliger Niedersachsenligist) sowie einem Turnier der B-Jugend, eröffnet. Erster Torschütze auf dem neuen Hartplatz war Mathias Vesterling.  

 

Zum 90-jährigen Vereinsjubiläum 2013 fand eine Umfrage des Vereins, gerichtet an ehemalige Fußballspieler der BSG Aufbau und SC 1923 Benneckenstein statt. Sinn war es, dem Fußballplatz einen Namen zugeben. Die Auszählung der abgegebenen Stimmen ergab, dass sich die Mehrheit für den Namen "Karl-Heyder-Sportplatz" entschieden hat. 

 

Aber warum Karl Heyder? Das erfahrt Ihr hier:

 

Der Fußball hielt 1920 Einzug in unserem Ort. Durch ehemalige Kriegsgefangene die aus England in Ihre Heimat zurückkehrten, wurde das „Neue Spiel“ auch den Einheimischen beigebracht. Ein Mann der ersten Stunde war Karl Heyder.

Heyder trat schon 1920 dem Sport-Club Benneckenstein als Mitglied bei. 1921 fanden die ersten Spiele statt. Mit viel Elan ging es nun einige Jahre im Spielbetrieb gegen Braunlage, Ellrich, Niedersachswerfen und andere. Doch der Schwung ging verloren und es folgte eine Talsohle und der Verein stand vor dem Zerfall.

Am 08.04.1928 gründete Karl Heyder, zusammen mit Herrmann Baumgarten den zuvor schon 5 Jahre existierenden SC Benneckenstein neu. In den 1930-Jahren fusionierte der Verein zusammen mit dem örtlichen Wintersportverein. Denn, wie es seinerzeit übliche war, waren es meist eh dieselben Personen die dort sportlichen aktiv waren. So auch Karl Heyder. Im Winter schnallte er sich Ski unter die Schuhe, im restlichen Jahr hat er sich voll und ganz dem Fußballverein gewidmet. In diesen Jahren errang sich die Mannschaft den Beinamen „Brockenschreck“.

Durch Idealismus, Ehrgeiz und Zusammenhalt konnten unzählige Siege und großer Respekt vom Gegner eingefahren werden. Karl Heyder trug dazu als Mannschaftskapitän sehr viel bei. Als Vorbild für jüngere Mitspieler und Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer nahm er die Führungsrolle ernst und zeigte dies voller Stolz. Er galt als Seele des Vereins und der 1.Männermannschaft. Er stand im Ort und im Verein für einen selbstlosen Einsatz auf dem Platz und im Vereinsleben.

1933 wurde die Spielordnung neu geregelt. Das Team des „Brockenschrecks“ spielte nun in der 1.Kreisklasse im Kyffhäuserkreis. So kämpfte sich der Sport-Club Benneckenstein von Spiel zu Spiel nach oben und konnte letztendlich die Meisterschaft sichern.

Als Spieler der 1.Männermannschaft schnürte er der Chronik zufolge 433x die Töppen für seinen Heimatverein und war Träger des Deutschen Sportabzeichens.


Weitere Bilder vom Umbau:

 bau platz  2007 9 bau platz  2007 14

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